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Amiga SHELL / CLI

 
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Kris
Gast





BeitragVerfasst am: Mi, 20.09.2006 10:55    Titel: Amiga SHELL / CLI Antworten mit Zitat

*** Achtung! Die Anleitung ist noch nicht vollständig! In einigen Tagen wird es eine fertige und fehlerbereinigte Version geben ***


Amiga Shell / CLI


Einleitung

Mit diesem kleinen HowTo möchte ich eine kleine Einführung in den CLI (Command Line Interpreter) bzw. Shell geben. Alle hier beschriebenen Gegebenheiten sind abwärtskompatibel zum OS 1.2. Auf die Erweiterungen der Shell gehe ich nicht ein.
Somit bildet dieses HowTo eine gute Grundlage für alle die sich ein bisschen mit der Kommandozeile des Amiga DOS beschäftigen wollen.

Dieses HowTo kann sowohl auf einem Amiga jeglicher Version ausprobiert werden wie auch in einer emulierten Umgebung in WinUAE oder ähnlichem.

Starten der Shell

Für Benutzer der Workbench 1.x muss lediglich das Laufwerk auf dem sich die Workbench mittels Doppelklick geöffnet werden. Dort erscheint neben diversen anderen Schubladen auch schon das „Shell“ Icon. Mit einem Doppelklick öffnet sich diese dann auch schon.

Benutzer der Workbench 2.x und 3.x müssen einen kleinen Umweg gehen. Als erstes wird aber auch hier das Laufwerk mit der Workbench geöffnet. Anschließend öffnen wir die Schublade „System“ und finden dort die „Shell“.

Allgemeines

Eine Zeile darf in der Shell nicht mehr als 255 Zeichen betragen. Diese darf nicht durch die Enter-Taste (auch Return genannt) unterbrochen werden, da mit Enter der Befehl an das System geschickt wird.
Korrekturen kann man mit der Backspace-Taste vornehmen. Diese befindet sich über der Enter-Taste. Die komplette Zeile kann einfach durch die Tastenkombination CTRL + X entfernt werden. Bei langen Zeilen sehr Zeitsparend.
Werden Informationen in der Shell ausgegeben können diese durch das drücken einer beliebigen Taste angehalten werden. Durch das drücken der Enter, Backspace oder CTRL+ X geht es dann weiter.

Dateisystem

Dateinamen dürfen nicht länger als 30 Zeichen sein. Dabei dürfen alle Zeichen verwendet werden außer dem Schrägstrich ( / ) und dem Doppelpunkt ( : ). Alle anderen Zeichen sind erlaubt, wie zum Beispiel: Leerstellen, Gleichheitszeichen ( = ), Plus-Zeichen ( + ) und sogar Anführungszeichen ( “ ). Einzige Bedingung bei der Verwendung von Sonderzeichen ist jedoch das der Dateiname in Anführungszeichen gesetzt werden muss. Enthällt der Dateiname selbst Anführungszeichen muss diesem ein Stern voranstehen. Einem Stern ebenfalls.





Das bedeutet, dass ein Dateiname, wie

A*B = C“

folgendermaßen eingegeben werden muss:

„A**B = C*““



Somit fällt auf das der * anders wie in anderen Betriebssystemen kein Joker darstellt um eine beliebige Anzahl anderer Zeichen darzustellen.

Der Stern hat aber noch eine andere Aufgabe. Wird er alleine Angegeben bedeutet er die Tastatur bzw. das aktuelle Ausgabefenster.

Also testen wir das doch mal direkt aus.

Wir erstellen eine Test-Datei direkt in den Arbeitsspeicher des Amiga. Dazu nutzen wir den Befehl:

copy * to ram:test

Anschließend tippen wir einen lustigen Satz ein.

Blubber blubb Schlupp diwupp

Dann beenden wir die Eingabe mit CTRL + \
Im Emulator geschieht dies durch das Drücken von STRG + ALT Gr + ß

Natürlich wollen wir uns das jetzt auch anschauen. Also tippen wir nun:

copy ram:test to *

Und schon kommt unser lustiger Satz zum vorschein.


Somit haben wir gelernt wie wir Dateien erstellen können und auch wieder ausgeben können. Aber nicht nur das. Wir wissen nun auch wie wir Laufwerke ansprechen. Da der Arbeitsspeicher des Amiga auch auf Verzeichnisebene direkt angesprochen werden kann besitzt er ein eigenes Laufwerk. Dieses nennt sich ram. Laufwerke werden immer mit einem Doppelpunkt am Ende gekennzeichnet. Daher also „RAM:“

Daneben gibt es noch weitere Laufwerke. Die Diskettenlaufwerke des Amiga werden mit „DH0:“, „DH1:“ usw. angesprochen. Je nach dem wie viele Laufwerke am Amiga angeschlossen sind. Bei den Festplatten verhält es sich genauso. „DH0:“ ist die erste Festplatte, „DH1:“ die zweite und so weiter.

Kommen wir zu dem nächsten wichtigen Punkt im Dateisystem. Den Verzeichnissen. Durch Verzeichnisse erlangt das Dateisystem eine klare Struktur um Ordnung in die Fülle an Dateien herstellen zu können.
Für das erstellen von Verzeichnissen benutzen wir den Befehl „makedir“. Also erstellen wir auf dem Laufwerk RAM mal ein neues Verzeichnis „testdir“

makedir ram:testdir

Da der Mensch ja immer leicht skeptisch darüber ist was ein Computer so macht wollen wir natürlich sichergehen das er unserem Befehl auch folge geleistet hat. Um sich das Dateisystem anzeigen zu lassen benutzen wir den Befehl „dir“. Dieser zeigt uns den Inhalt eines Laufwerkes bzw. Verzeichnisses an.

dir ram:

Nun listet der Amiga uns auf was sich dort alles befindet. Neben diverser anderen Dateien und Verzeichnissen sollte dort auch der Eintrag „testdir (dir)“ auftauchen. Auch unsere Datei „text“ taucht dort auf. Hat also alles geklappt.
Nun wollen wir etwas mehr Ordnung in unser RAM Laufwerk bringen. Also kopieren wir mit dem copy Befehl den wir am Anfang schon kennen gelernt haben unsere test Datei in unser neues Verzeichnis testdir.

Copy ram:test to ram:testdir/

Somit kennen wir nun die Unterscheidung von Laufwerken mitteln einem Doppelpunkt ( : ) und von Verzeichnissen mittels einem Slash ( / ). Wir überprüfen jetzt wieder ob alles geklappt hat. Dazu nutzen wir wieder den Befehl dir.

dir ram:testdir/

Der Amiga sollte uns nun nur noch die Datei test ausgeben. Jetzt haben wir Datei „test“ aber immernoch im Laufwerk „RAM:“ und somit doppelt. Also löschen wir die alte Datei „test“ nun.

delete ram:test

Wenn wir unter OS 3.x arbeiten wird uns dies auch brav vom Amiga bestätigt. Unter OS 1.x ist dies leider nicht der Fall. Wer möchte kann sich aber mittlerweile selbstständig mit dem Befehl dir darüber vergewissern. Ich vertraue meinem Amiga mittlerweile ein bisschen.

Sicherlich denken sich viele jetzt „Boar ist das immer eine Tipperei mit den ganzen Laufwerken und Verzeichnissen“. Stimmt! Und daher gibt es den überaus praktischen Befehl „cd“.
Dieser erlaubt es das aktuelle Verzeichnis zu wechseln. Für das aktuelle Verzeichnis braucht man den Pfad (also die Kombination von Laufwerk und Verzeichnis wie zum Beispiel „RAM:testdir/“) nicht jedes mal extra anzugeben. Wir wechseln also unser aktuelles Verzeichnis nach „ram:testdir/“

cd ram:testdir/

Nun ändert sich auch die Anzeige der Kommandozeile. Eleganterweise wird uns dort immer das aktuelle Verzeichnis angezeigt. In unserem Fall also „1.RAM DISK:testdir>“.
Moment mal, wir haben doch „RAM:“ eingegeben und nicht „RAM DISK:“!
Der Amiga ist natürlich nicht so blöd wie andere Computer und kann Laufwerke nicht nur über ihren logischen Namen ansprechen wie „RAM:“ oder „DF0“ sondern auch über ihren eigentlichen Namen. Und der Name des Laufwerkes RAM: ist normalerweise „RAM DISK“.
Dies hat den Vorteil das es dem Amiga egal ist wenn ich während meiner Arbeit eine Diskette mit dem Namen „Leva“ erst in „DF0:“ einlege und später in „DF1:“. Der Amiga wird sie anhand ihres Namen immer finden da es für ihn egal ist. Aber dazu kommen wir später.

Da wir nun das aktuelle Verzeichnis auf das geändert haben mit dem wir arbeiten wollen ersparen wir uns eine Menge Tipparbeit. Nun gefällt uns aber in unserem Ordnungswahn der Name „test“ nicht. Der Name „testtext“ würde uns viel besser gefallen. Also nutzen wir den Befehl „rename“ um das ganze zu ändern.

rename test to testtext

Das ging jetzt viel schneller von der Hand als das lästige eingeben des Laufwerks und des Verzeichnisses. Kommen wir nun aber zu was anderem interessantem.

Da es ja blöd ist alles im Arbeitsspeicher zu machen wo die Daten beim Ausschalten verloren gehen und wir unsere schöne Workbench nicht zumüllen wollen legen wir uns eine neue Diskette an. Bevor wir dort jedoch Daten speichern können müssen wir ihr einen Namen geben und für das Speichern von Daten vorbereiten. Dies nennt man Formatieren.
Dafür ist der „format“ Befehl zuständig. Wir legen nun also eine Diskette in unser Laufwerk ein. Auf dieser sollten natürlich keine Daten enthalten sein die wir noch brauchen. Beim formatieren werden alle Daten der Diskette unwiderruflich zerstört!

format drive df0: name leva1

Ein komplexer Befehl oder? Aber doch recht einfach verständlich und logisch aufgebaut. Nach dem Wort drive geben wir an welches Laufwerk wir formatieren möchten. Dabei kann es sich um Disketten wie auch Festplatten handeln. Daher also aufpassen was man tippt! Nach dem Wörtchen name kommt auch schon direkt eine Bezeichnung für die Diskette. Dieser sollte Sinnvoll gewählt werden, da wie bereits erwähnt der Amiga sich diesen merkt und es zu Problemen kommt wenn wir zwei verschiedene Disketten haben mit verschiedenen Daten aber der gleichen Bezeichnung.

(c)Copyright LEVA, 2006
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