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Schalter mit drei Stellungen verbunden mit EPROM-Sockel

Verfasst: 28.10.2011, 22:50
von Bobbel
Hallo Leute,

ich habe vor kurzem in einem Amiga Fundus einen komischen Schalter entdeckt. Es handelt sich um einen Drehschalter mit drei Stufen und einem langen "Stiel" dran. Verbunden ist der Schalter mit einem 6-adrigen Flachkabel an einen EPROM Sockel. Ein EPROM Sockel ist eigentlich untertrieben. Insgesamt sind es drei Sockel ineinandergesteckt. An zwei Sockeln sind jeweils Kabelenden an Pin 13, Pin 14 und Pin 15 gelötet.

Ist das eine Art Kickstartumschalter für verschiedene Kickstarts in einem EPROM?

Wer kann mir hier weiterhelfen?

Ich danke euch allen auf jeden Fall schon mal für eure zahlreichen Antworten.

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Verfasst: 29.10.2011, 13:01
von gunatm
Eigentlich ja, aber ich denke, daß da jemand eine zusätzliche Speichererweiterung verbaut hatte, die an und abgeschaltet wurde wie z.B. die Megichip http://www.amiga-hardware.com/showhardw ... HARDID=978 oder Mini MegiChip http://www.amiga-hardware.com/showhardw ... HARDID=985 . Aus Kompatibelitätsgründen wurde die dann abgeschaltet oder nicht. Nur eine Schätzung!

Verfasst: 16.11.2011, 09:57
von A500Man
Moin,

also das ist mit 99%iger Sicherheit ein Boot-Selector. ;)

Er gehört unter den "EVEN" 8520er-Chip hinter dem Floppy-Laufwerk. Über den Schalter kannst Du zwischen dem internen und zwei externen Floppys hin- und herschalten um festzulegen, von welchem Floppy gebootet wird. Du kannst dem Amiga sozusagen vorgaukeln, DF1: oder DF2: wären das DF0:.

Hintergrund meiner Vermutung: Am 8520er sind die PINs 13 bis 16 mit den Floppy-Signalen der maximal möglichen vier Floppys belegt, also den SEL-Signalen. PIN 13 ist SEL0, PIN 14 ist SEL1 usw. Da Du geschrieben hast, daß die PINs 13 bis 15 verlötet sind, dürfte dieses Kunstwerk eben ein Boot-Selector sein.

Ist unter Kick 1.2 und 1.3 hilfreich, wenn das interne Floppy schon schwach wird.

Verfasst: 16.11.2011, 11:03
von Kratznagel
A500Man hat geschrieben:Ist unter Kick 1.2 und 1.3 hilfreich
Nicht nur dort, sondern auch unter Kick 2.x und 3.x. Da die Floppysignale hardwaremäßig umgeschaltet werden, funktioniert so ein Bootselector-Schalter sehr zuverlässig. :) Sehr praktisch, wenn man z.B. einen HxC im externen Gehäuse betreiben will.

CU
Kratznagel

Verfasst: 16.11.2011, 16:05
von gunatm
... wieder etwas dazugelernt. :)