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Wie wird/wurde eigentlich gecrackt?

Verfasst: 07.05.2007, 19:59
von Danny
Keine Ahnung ob die Frage schonmal gestellt wurde, ich will hier auch keine Anleitung dazu haben, aber mich interessiert gerade einer der Gründe, der für den Untergang des Amigas mitverantwortlich war: Raubkopien.

Ließen sich heute Kopierschutzmaßnahmen realisieren, die für damalige Verhältnisse unüberwindbar wären? Wie sieht es aus mit beispielsweise Hardware-gesteuertem Kopierschutz, wie beispielsweise einem speziellen Stecker am Parallelport oder ähnlichem?

Oder war die Software so einfach gehalten dass man nur beispielsweise einen Freezer bemühen musste, den Code auslesen und verändern?

Also ganz allgemein gefragt: fehlten damals die Ideen für einen guten Kopierschutz, oder waren die Möglichkeiten einfach nicht gegeben?

Re: Wie wird/wurde eigentlich gecrackt?

Verfasst: 07.05.2007, 20:17
von Kratznagel
Gobbo hat geschrieben: Also ganz allgemein gefragt: fehlten damals die Ideen für einen guten Kopierschutz, oder waren die Möglichkeiten einfach nicht gegeben?
Ich würde sagen: weder noch. An diesem Hase-und-Igel-Spiel hat sich doch bis heute nichts geändert, oder gibt es heute irgendwelche PC-Spiele, dessen Kopierschutz nicht innerhalb weniger Tage oder sogar Stunden nach Erscheinen geknackt ist? ;)

Die einzig wirklich effektive Möglichkeit, die es heute gibt, ist, einen Teil des Betriebssystems abzuschotten und durch Verschlüsselung zu sichern, siehe XBox360 und PS3 oder das (gescheiterte) TCPA-Projekt.
So etwas wäre Anfang der 90er Jahre in der Form nicht möglich gewesen, im allgemeinen aufgrund der fehlenden Rechenpower, im speziellen weil die meiste Spielesoftware eh am Betriebssystem "vorbei" programmiert wurde.

CU
Kratznagel

Verfasst: 07.05.2007, 20:58
von Joe Maroni
einen 100%igen kopierschutz gabs/gibts und wirds auch nie geben... :)

damals wurde sicherlich alles menschenmögliche getan, selbst solch genannte hardware dongles wurden bei z.B. Robocop 3 genutzt...

letztendlich war es aber auch nur eine frage der zeit diesen mechanismus zu umgehen.

solange ein spiel auf das betriebsystem (auch wenn es nur einzelne funktionen sind) zugreifen muß (was bei dem amiga immer der fall ist !) ist es unmöglich etwas unknackbares zu entwickeln...

Verfasst: 08.05.2007, 00:25
von huepper
Wo es einen Schutz gibt, gibt es auch ein Gegenmittel.
Das war schon immer so und wird so bleiben.
Das betrifft nicht nur Spiele, sondern auch Betriebssysteme und Musik.
Übrigens haben nicht die Raubkopien dem Amiga das Rückgrat gebrochen sonder AInc. selber hat sich kaputt gemacht !!!!
Raubkopien gabs schon immer und die wirds auch immer geben, nur kaputt machen die nicht wirklich etwas, alles nur Klischee, man braucht ja schliesslich jemand, dem man es in die Schuhe schieben kann.

Re: Wie wird/wurde eigentlich gecrackt?

Verfasst: 08.05.2007, 09:26
von Miriam Koslowski
...

Verfasst: 08.05.2007, 09:35
von AndreasM
@Gobbo:

Natürlich gibt es heute andere Möglichkeiten für den Kopierschutz als damals. Aber es gibt auch andere Möglichkeiten den Kopierschutz zu umgehen als damals.

Ideen fehlten nicht. Im Gegenteil.

Der beste Kopierschutz damals waren die Datenmengen. So wurden damals z.b. CDs öfters künstlich aufgebläht um die Daten möglichst groß zu halten. Zu Zeiten wo es noch kein Internet, keine Flatrates und die Telefonkosten sehr hoch waren, leere CDs über 10 DM kosteten, war das nen ganz guter Schutz.

@huepper

Sorry, aber zu der Zeit wo Amiga wirklich Probleme bei den Verkaufszahlen der Software bekommen hat und deswegen (und nur deswegen) die Entwickler und Publisher abgewandert sind... da gabs noch kein Amiga Inc.

Irgendwann passte das Verhältnis zwischen Verkaufszahlen und Raubkopien nicht mehr. (Heute erst recht nicht mehr)

Und wenn das Verhältnis nicht mehr passt dann machen Raubkopien sehr wohl ein System kaputt.

Verfasst: 08.05.2007, 09:42
von CrazyIcecap
Mombasa: Der Tip war sehr interessant...nicht übel.

@Rest: Ich weiss, ich klinge paranoid, aber bitte keine Diskussion über Raubkopien....BITTEEEEEEEEEE..... :D

Verfasst: 08.05.2007, 10:01
von Novitian
Kompatiblität - Dieses Wort hat auf der einen Seite dem Amiga das Rückrat gebrochen,
andererseits ist es ein Leitsymbol von $MS ... das Ergebnis kennt ihr :?

Verfasst: 08.05.2007, 10:09
von AndreasM
Novitian hat geschrieben:Kompatiblität - Dieses Wort hat auf der einen Seite dem Amiga das Rückrat gebrochen,
andererseits ist es ein Leitsymbol von $MS ... das Ergebnis kennt ihr :?
Jo, da haste auch Recht. Das Marketing von Commodore hat seinen Teil aucg beigetragen.

Die User waren aber auch nicht unschuldig. Abgesehen von Raubkopien war eines der Probleme das Amiga User ihre Rechner nicht aufrüsten wollten. Was gab es immer für Stress wenn mal nen Spiel etwas mehr RAM gebraucht hat.

Danach haben sich dann die Publisher gerichtet und so gabs dann irgendwann mal qulitative Probleme wenn ein Spiel für Amiga und PC erscheinen sollte. Umsetzungen wurden zu aufwendig und zu teuer.

Re: Wie wird/wurde eigentlich gecrackt?

Verfasst: 08.05.2007, 10:11
von amigazocker
Gobbo hat geschrieben:... fehlten damals die Ideen für einen guten Kopierschutz... ?
Kann sich noch jemand an die KONIX-Konsole erinnern? Der chemische Kopierschutz? :uglyhammer:

Verfasst: 08.05.2007, 16:06
von gunatm
Es gab damals auch das Gerücht, daß die Xbox 360 zerstört werden würde, wenn du sie auseinander nimmst. ;) ... und jetzt hat einer ein Laptop daraus gebastelt.

Verfasst: 08.05.2007, 20:21
von Supimajo
Also cracken tu ich ja schon mehr als 30 Jahre.
Am besten bewährt hat sich dabei immer dieses althergebrachte, aber extrem effektive Crackertool:

Bild

:uglyhammer: