Schalter mit drei Stellungen verbunden mit EPROM-Sockel

Alles zur Hardware unserer "Freundin" ....

Moderatoren: gunatm, RetroMan, Independent, Big H, Dennis, Dirty Harry, CASSIUS

Antworten
Bobbel
Beiträge: 10
Registriert: 06.10.2011, 13:26
Wohnort: Osnabrück

Schalter mit drei Stellungen verbunden mit EPROM-Sockel

Beitrag von Bobbel »

Hallo Leute,

ich habe vor kurzem in einem Amiga Fundus einen komischen Schalter entdeckt. Es handelt sich um einen Drehschalter mit drei Stufen und einem langen "Stiel" dran. Verbunden ist der Schalter mit einem 6-adrigen Flachkabel an einen EPROM Sockel. Ein EPROM Sockel ist eigentlich untertrieben. Insgesamt sind es drei Sockel ineinandergesteckt. An zwei Sockeln sind jeweils Kabelenden an Pin 13, Pin 14 und Pin 15 gelötet.

Ist das eine Art Kickstartumschalter für verschiedene Kickstarts in einem EPROM?

Wer kann mir hier weiterhelfen?

Ich danke euch allen auf jeden Fall schon mal für eure zahlreichen Antworten.

Bild
Bild
Bild
Benutzeravatar
gunatm
Board-Angestellter
Beiträge: 50891
Registriert: 26.10.2004, 19:49
Wohnort: Bahrenfeld

Beitrag von gunatm »

Eigentlich ja, aber ich denke, daß da jemand eine zusätzliche Speichererweiterung verbaut hatte, die an und abgeschaltet wurde wie z.B. die Megichip http://www.amiga-hardware.com/showhardw ... HARDID=978 oder Mini MegiChip http://www.amiga-hardware.com/showhardw ... HARDID=985 . Aus Kompatibelitätsgründen wurde die dann abgeschaltet oder nicht. Nur eine Schätzung!
------------------------------
"Moin moin und Prost Kaffee"
Benutzeravatar
A500Man
Beiträge: 267
Registriert: 10.11.2004, 21:43

Beitrag von A500Man »

Moin,

also das ist mit 99%iger Sicherheit ein Boot-Selector. ;)

Er gehört unter den "EVEN" 8520er-Chip hinter dem Floppy-Laufwerk. Über den Schalter kannst Du zwischen dem internen und zwei externen Floppys hin- und herschalten um festzulegen, von welchem Floppy gebootet wird. Du kannst dem Amiga sozusagen vorgaukeln, DF1: oder DF2: wären das DF0:.

Hintergrund meiner Vermutung: Am 8520er sind die PINs 13 bis 16 mit den Floppy-Signalen der maximal möglichen vier Floppys belegt, also den SEL-Signalen. PIN 13 ist SEL0, PIN 14 ist SEL1 usw. Da Du geschrieben hast, daß die PINs 13 bis 15 verlötet sind, dürfte dieses Kunstwerk eben ein Boot-Selector sein.

Ist unter Kick 1.2 und 1.3 hilfreich, wenn das interne Floppy schon schwach wird.
CU,

A500Man
Benutzeravatar
Kratznagel
Beiträge: 2746
Registriert: 26.10.2004, 19:07

Beitrag von Kratznagel »

A500Man hat geschrieben:Ist unter Kick 1.2 und 1.3 hilfreich
Nicht nur dort, sondern auch unter Kick 2.x und 3.x. Da die Floppysignale hardwaremäßig umgeschaltet werden, funktioniert so ein Bootselector-Schalter sehr zuverlässig. :) Sehr praktisch, wenn man z.B. einen HxC im externen Gehäuse betreiben will.

CU
Kratznagel
GAC Stunt Car Racer Weltmeister 2006
Benutzeravatar
gunatm
Board-Angestellter
Beiträge: 50891
Registriert: 26.10.2004, 19:49
Wohnort: Bahrenfeld

Beitrag von gunatm »

... wieder etwas dazugelernt. :)
------------------------------
"Moin moin und Prost Kaffee"
Antworten