heute wollte ich nach monatlicher Restaurierung das Amiga 500 Rev 6a Mainboard testen.
Leider lief das was völlig schief.
Ich hatte ein vollkommen funktionstüchtiges Mainboard ist sorgfältiger Weise umgebaut. Es lief aber vorher nicht immer stabil und deshalb der Umbau.
Folgendes hatte ich restauriert:
Alle 7 Sockel habe ich durch hochwertige vergoldete Sockel ersetzt. Auch die 4 RAM ICs hatte ich entfernt und durch vergoldete Sockel ersetzt. Dazu noch mit neuen RAM ICs bestückt. Das war sehr aufwendig gewesen, aber vollkommen sauber gelötet.
Des Weiteren habe ich alle Elkos durch hochwertige Kondensatoren ersetzt.
Den größten Teil der Kondensatoren hatte ich durch Tantal und 4 Keramik Kondensatoren ersetzt. Dabei hatte ich das Augenmerk auf Langlebigkeit gesetzt. Nur die beiden 10 V 3300 µF und einen 16 V 470 µF mussten wieder durch Elkos getauscht werden, da es diese größen nicht als Keramik oder Tantal gibt.
Zu meiner Person: Ich bin ausgebildeter Lötspezialist und hatte den Umbau mit 12 Dioptrin (300 facher Vergrößerung) umgesetzt.
Das Mainboard sieht jetzt aus, als wären alles was dem Umbau zum Opfer viel original. Soll heißen perfekte Lötstellen an allen Bauteilen.
Nun zu meinem Problem:
Ich hatte nur das Netzteil und ein Chinchkabel (Mono Grafik) angeschlossen. Nach dem Einschalten kam schon der graue Bildschirm und blieb grau, aber was noch viel erstaunlicher war, der R302 im Bereich des Audiofilters knallte und fing sofort stark an zu rauchen und glühte auch.
Ich bin aus allen Wolken gefallen. Mit sowas hatte ich nun gar nicht gerechnet. Zu Mal ich schon vor Jahren ein A 500 Mainboard alle Elkos durch SMD LOW ESR ersetzt hatte und alles danach lief. Sieht schick aus.
Jetzt meine Frage an euch:
Warum muss ausgerechnet der R302 (ein 10 Ohm Widerstand) durchbrennen?
War der nach der langen Auszeit des Mainboards (ca. 2 Jahre) durch den Einschaltstrom zerstört worden???
Laut Amiga 500 Rev 6a Schaltplan wird dieser mit -12 Volt angesteuert und geht danach an Pin 11 zum U14 IC. (Bereich Audio Filters)
Bereits habe ich einen anderen 10 Ohm Widerstand eingelötet. Habe aber Angst das er wieder durchbrennt.
Das Amiga Netzteil hatte ich vorher bereits restauriert und alle Elkos ersetzt. Das Netzteil schließe ich als Fehlerquelle aus, da ich mit einem anderen Amiga erfolgreich 40 Disketten formatiert hatte und es mehrere Stunden sauber lief.
Wäre euch sehr dankbar, wenn ihr mir helfen könntet.
Ein Bild kann ich auch mal veröffentlichen, sobald mir es möglich ist.[/u]

