Independent hat geschrieben:Versuch doch mal an einer konsole die grafikkarte, soundkarte oder sonnst was zu wechseln? Wird schwer denke ich. Das sony die ps3 als computer anprangt hat wohl marketing gründe und die ps 3 ist und wird immer eine konsole bleiben.
Der erste amiga war und ist immer noch ein computer. Jay Miner hat nach aussen immer gesagt das er eine konsole baut aber von anfang an war er an ein computer drann da der konsolen bereich damals zusammenbrach.
Ähm ... widersprichst du dir nicht gerade selbst? Oder hab' ich irgendwie übersehen, dass man beim Amiga Grafik- oder Soundkarte auswechseln konnte
Ausserdem würde ich schon mal behaupten, dass mein Notebook als Computer durchgeht - allerdings würde ich lieber nicht versuchen, dort Grafik- oder Soundkarte auszuwechseln
@guna:
Nuja - das mit der 3D-Hardware ist meines Erachtens noch kein Nachteil, sondern eher ne Herausforderung
Der Cell wurde ursprünglich ja konzipiert, um auch ohne Grafikkarte beeindruckende 3D-Grafik zu berechnen. Wenn ich mir anschaue, was bei der
Terrain Rendering Engine (unserer Showcase-Anwendung für die Cell-Blades) oder dem
Echtzeit-Raytracer von RapidMinds rauskommt, mach' ich mir da nicht wirklich Sorgen
Dauert eben nur noch ne Weile, bis jemand nen OpenGL-Stack schreibt, der die SPEs nutzt und die fertig gerenderten Bilder in den Framebuffer steckt. Dass der Framebuffer schnell genug ist, wenn man direkt mit den SPUs reinschreibt,
hat schon jemand demonstriert.
Und wegen der Software:
Mit dem Cell SDK 2.0, das es auf
alphaWorks und beim
Barcelona Supercomputer Center gibt, hast du eigentlich schon alle Tools die du brauchst, um mit dem Cell schicke Sachen zu machen. Frameworks, die es dem Programmierer noch einfacher machen, sind gerade auch bei anderen Anbietern in Arbeit (wie etwa RapidMinds).
@kratznagel:
Och - Bumms hat die PS3 schon. Ein einzelner Cell (allerdings einer mit allen 8 SPEs) kommt beim
LINPACK immerhin auf 98,05 GFlops/s. Das ist immerhin schonmal schneller als der
Kepler-Cluster der Uni Tübingen (96 Dual P3@650 Knoten, 96,25 GFlops/s).
Die PS3 ist in etwa halb so schnell wie ein IBM QS20 Blade. Der neue Teraflop-Cluster Roadrunner wird aus 16.000 Cell-Blades und 16.000 Opteron-Blades aufgebaut, wobei die Opterons nur für Verwaltungsaufgaben gedacht sind. Dort wird zwar ein Nachfolgermodell des QS20 genutzt aber man kriegt schonmal nen groben Eindruck.
Für Unis und kleinere Forschungseinrichtungen könnte es sich durchaus lohnen, sich Cluster aus PS3s aufzubauen - billiger als Cell-Blades zu nehmen ist das allemal (PS3: ~600 EUR, QS20: ~19.000 EUR) wenn einem Gigabit-Ethernet reicht und man nicht auf InfiniBand angewiesen ist.
"Es war genau wie bei 'Karate Kid' - aus dem Kino raus mit dem 'ich mach jetzt Karate'-Blick"